Portrait in Ölkreide
Ich habe mal ganz spontan versucht, ob sich die Ölkreiden auch für das Malen von einem Portrait eignen. Dabei muß ich zunächst erwähnen, daß ich zwar die Grundkenntnisse für die Portraitmalerei kenne, darüber hinaus aber nicht so viel Übung besitze. In der Praxis sieht das dann so aus, daß ich zwar weiß, daß die Augen in der Mitte des Kopfes sind, sie den Abstand einer Augenbreite voneinander haben, daß die Nase so lang wie die Ohren ist etc. pp. Nur kann ich daher nur standardmäßige Puppengesichter abbilden und jedes Portrait sieht gleich aus. Konkretes Aussehen oder gar charakteristische Gesichtszüge kann ich nicht darstellen.
Wie dem auch sei, Ziel war es, überhaupt mal auszuprobieren, ob sich mit den Ölkreiden sowas wie Mund, Nase, Augen – also etwas annähernd gesichtsmäßiges darstellen läßt und ja, ich muß sagen, daß geht ganz phantastisch, allerdings auch nur, wenn man die Ölpastell-Farbe “fleischfarben” und vielleicht noch “zartrosa” besitzt, denn ohne diese Farbe läuft im Bereich Portraitmalerei und Figurenzeichnen, zumindest wenn es einigermassen realistisch aussehen soll, gar nichts. Also das Portraitmalen mit Ölkreiden geht ganz phantastisch – bin ja sowieso ein Fan von diesen Dingern und ich könnte mir vorstellen, da evtl. auf Dauer mal mehr mit zu machen, aber hach, ich will ja immer so viel – jetzt habe ich neuerdings Tierchen aus Pappmaché gebastelt, aber das ist wieder eine andere Geschichte und die folgt bald. Bis dahin, viel Spaß beim malen, zeichnen, kreativ sein und hier folgen die Bilder vom Portrait in Ölkreide – nicht erschrecken ;-P
Als erstes hatte ich mal versucht, ob ich eine Nase hinkriege, die find ich gut gelungen.

Dann folgte mal ein Standard-Gesicht, die Einzelteile an sich sind schon mal eine Grundlage, aber zusammen sieht es irgendwie gruselig aus, es fehlen auch Wimpern und Augenbrauen.

Am 15. Februar 2008 um 11:57 Uhr
Ich weiß gar nicht, was Du hast. Ist doch eigentlich ganz gut geworden. Und dies obwohl Du (noch!) keine Übung hast. Ich selber bevorzuge für die Darstellung von Menschen mittlerweile Pastellkreiden, weil man da die Farben beim malen leichter mischen kann. Auf diese Weise kann ich wesentlich besser (einfacher?) verschiedene Zwischentöne erzielen. Neulich habe ich mal eine alte Augenstudie zur Illustrierung eines Zitats auf meinem Blog verwendet. Wenn Du magst kannst Du Dir das ja mal unter http://www.literatur-texte-kunst.de/caspar-david-friedrich-ueber-den-maler-und-seinen-gegenstand/ anschauen.
Am 25. Februar 2008 um 10:14 Uhr
Ja, mit Pastellkreide kann man schon ganz schön klasse Sachen hinzaubern, der Abrieb, gerade auf leicht gekörntem Papier ist an sich schon eine Wucht. Leider mag ich dies trockene, staubige überhaupt nicht an den Fingern *brrr*
Am 28. Februar 2008 um 09:09 Uhr
Kann man doch abwaschen
Und das glibberige vom Pappmaché stört Dich nicht?